Dermoidsinus (DS)

  • kommt bei verschiedenen Hunderassen vor, besonders häufig aber beim Rhodesian Ridgeback (3% der Population)
  • der DS ist angeboren und genetisch (embryonale Missbildung)
  • er kommt vor im Bereich der Wirbelsäule und des Schädels
  • schon beim jungen Welpen durch Anheben und Durchtasten der Haut als strangförmiges Gebilde zu finden
  • an der Hautoberfläche beginnt der Strang mit einer kleinen schwarzen Öffnung (scheren)
  • der Strang geht unterschiedlich weit in die Tiefe der Gewebsstrukturen, in der Regel bis zur Wirbelsäule
  • der DS ist gefüllt mit Haaren und Talg
  • an einem Hund können mehrere DS vorkommen
  • der DS bereitet dem Hund solange überhaupt keine Beschwerden, solange er sich nicht entzündet
  • der DS kann sich plötzlich entzünden und einen apfelgroßen Abszess bilden; reißt die Abszesskapsel ,dringen die Bakterien des eitrigen Inhaltes in alle darunter liegenden Gewebsschichten ein, und verursachen massive Infektionen bis hin zur Infektion des Rückenmarkes
  • der DS ist kein Schönheitsfehler, sondern sollte so früh wie möglich (am besten 6.-8. Woche) operiert werden
  • alle von mir operierten DS - Hunde (ca. 100) führen bisher ein ungestörtes, normales Leben; Angaben in der Fachliteratur liegen bislang nicht vor.
Eingang eines DS an der Hautobefläche
Eingang eines DS an der Hautobefläche
2 DS zu Beginn der Operation - (gefüllt mit schwarzem Talg u. Haaren)
2 DS zu Beginn der Operation
(gefüllt mit schwarzem Talg u. Haaren)
ein typischer DS - (re:Hautoberfläche, li:geschlossenes Ende)
ein typischer DS
(re:Hautoberfläche, li:geschlossenes Ende)

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